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Freitag, 11. Juli 2014

Häuptling vom Stamm der Krachmach-Indianer: Hördosen aus Ü-Ei-Kapseln (Memory)

Hallo ihr Lieben,

vor vielen Jahren wurde ich von einem Kollegen reich beschenkt. Leider nicht finanzieller Natur, sondern mit einem riesigen Vorrat an leeren Überraschungsei-Kapseln. Einen Teil konnte ich schon super für selbst gebasteltes Unterrichtsmaterial verwenden. Viele viele viele sind aber noch übrig und warten darauf, verbastelt zu werden.

Wir haben 10 von ihnen neuen Atem eingehaucht und einen ganzen Stamm gelber Krachmach-Indianer geschaffen. Im Grunde ist die Idee keine Neue: Die Kapseln werden mit unterschiedlichen Materialien befüllt. Beim Schütteln entstehen verschiedene Geräusche. Je nach Füllung hören sich einige Hördosen sehr ähnlich an, manche unterscheiden sich im Klang auch gravierend. Gutes Hinhören ist jedenfalls gefragt.


Der Windelpirat hat momentan seinen Spaß daran, alle Indianer wild durcheinander zu schütteln und den unterschiedlichen Geräuschen zu lauschen. Angelegt ist das Spiel eigentlich als Lausch-Memory. Je zwei Kapseln wurden mit dem gleichen Inhalt befüllt und klingen gleich. Durch mehrmaliges Ausprobieren und Schütteln können die Kinder nun die Zwillingsbrüder der Indianer finden. Farbige Streifen sehen nicht nur schön aus und dienen den Indianern als Kopfschmuck. Sie zeigen den Kindern außerdem, ob sie mit ihrer Vermutung richtig lagen. Für ältere Kinder sind die Streifen wohl zu offensichtlich. In diesem Fall bietet sich eine kleine unauffällige Markierung an der Unterseite der Kapsel an.



Unser Stamm der Krachmach-Indianer hat sich übrigens gegen Tipis entschieden und residiert nun in einer alten Eierschachtel ;-).


Da mein Spatz erst 19 Monate alt ist, durfte ich ran mit Basteln. Etwas ältere Kinder können sehr gut mithelfen beim Kreieren der Indianerlein. Lustig sähen bestimmt auch Wackelaugen oder Kriegsbemalung in den Gesichtern der (in diesem Fall) "Gelbhäute" aus. Mir persönlich hätte das zu sehr vom eigentlichen Spiel abgelenkt.

Du brauchst:
-  Eierschachtel
- 10 Ü-Ei-Kapseln
- 5 Luftballons
- 10 Bastelfedern
- Füllmaterial (bei uns: Münzen, Reis, Murmeln, kleine Schrauben und Sonnenblumenkerne)


So geht's:

1. Je 2 Eier mit gleichem Inhalt befüllen. Dabei ist zu beachten, dass auch jeweils eine (ungefähr) gleich große Menge an Material in beiden Eiern vorhanden ist. Sonst verändert sich der Klang und die Eier können nicht mehr als Zwillingspaar entlarvt werden.

2. Schneide vom Hals des Luftballons erst den dicken Rand ab. Nun kannst du zwei Streifen des Gummihalses abschneiden. Jeden dieser Eier ziehst du nun über einen der beiden "Zwillinge".

3. Mich erinnerten die farbigen Streifen sehr an die bunten Stirnbänder von Indianern. Um dieses Bild zu komplettieren, steckte ich in jedes Gummiband noch eine Bastelfeder. Ein Tropfen Kleber unter dem Luftballon-Streifen fixiert die Feder zusätzlich.

Nun ist das neue Lausch-Memory fertig und ihr könnt loslegen :-).

Viel Spaß mit euren Krachmach-Indianern!

✿ Nadine ✿

P.S. Rüber damit zu Spiel mit! und Kiddikram.

Dienstag, 1. Juli 2014

DIY: Vintage-Windlichter aus Einmachgläsern mit Tortenspitze und Häkelblüten

Hallo ihr Lieben,

ich habe mal wieder gebastelt. Diesmal sind 4 Windlichter als Deko für den Küchentisch entstanden. Die Kombination aus Tortenspitze und Häkelblümchen verleihen den Gläsern einen Vintage-Touch. Momentan peppe ich schlichte weiße Dinge gerne mit Sonnen- oder Zitronengelben Akzenten auf. Ich finde diese Kombi schreit förmlich nach Sommer, Sonne und guter Laune.

 

Zum Nachmachen brauchst du:



- Tortenspitze
- Sprühlack (ich habe matten weißen Lack verwendet)
- Wollreste und Häkelnadel(hier Schachenmaier BRAVO und Nadelstärke 3,5)
- Tesafilm

So funktioniert's:

Variante 1: Besprühte Gläser 


Schneide vom Rand der Tortenspitze einen Streifen ab und platziere ihn auf deinem Glas. Klebe die Enden des Streifens mit Tesafilm so zusammen, dass die Tortenspitze straff auf dem Glas aufliegt und der Klebestreifen nicht auf dem Glas, sondern nur auf dem Papier haftet. Das ist wichtig, damit später keine Farbe unter die Bordüre laufen kann. Außerdem würde auch der Tesastreifen Farbe vom Glas abhalten und einen unschönen nackten Fleck bewirken.
Nun wird das Glas aus ca 30 bis 40 cm Abstand gleichmäßig mit Lack besprüht. Sobald der Lack staubtrocken ist (nach ca 10 Minuten) kannst du die Tortenspitze abziehen.
 
Variante 2: Beklebte Gläser


Wer nicht lackieren möchte oder seine besprühten Gläser durch andersgestaltete ergänzen will, kann ganz einfach eine Bordüre aus Tortenspitze auf den Gläserrand aufkleben. Es reicht, wenn du den Spitzenstreifen straff umlegst und am Punkt, an dem sich beide Enden überlappen, mit durchsichtigem Tesa fixierst.


Der letzte Schliff:

Beide Varianten können nun noch mit Schleifen, buntem Draht oder (wie in meinem Fall) mit Häkelblumen verschönert werden. Kostenlose Häkelanleitungen für verschiedengroße Blüten findet man zum Beispiel hier und hier.



Durch die Löcher der Tortenspitze entstehen bei brennender Kerze im Dunkeln spannende Schattenmuster an der Wand.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Creadienstag!

Mein heutiger Plan: Materialliste für Schnabelinas Hip-Bag SewAlong abarbeiten :-)

✿ Nadine ✿

Dienstag, 24. Juni 2014

DIY-Anleitung: Weinkisten-Upcycling ODER Wie aus einer ausgedienten Weinkiste ein neuer Kapselhalter für Kaffee-Kapseln wird :-)

Hallo ihr Lieben,

seit einigen Wochen können wir unseren koffeinsüchtigen Besuchern endlich ein Tässchen Latte Macchiato, Espresso und und und anbieten. Denn wir sind nun stolze Besitzer eine Cafissimo Latte. Mit der Maschine sind wir mehr als zufrieden. Weniger angetan waren wir allerdings vom Angebot an Kapselhaltern, -ständern, -regalen (wie auch immer), die das Internet und sämtliche Läden so hergeben.

Recht schnell hatte ich eine sehr genaue Vorstellung davon, wie bei uns daheim Kaffee-Kapseln stilvoll aufbewahrt werden sollen. Nach einem Besuch im Baumarkt und einer ausgiebigen Keller-Plünderung konnte es auch schon losgehen. Zufällig haben wir im Baumarkt festgestellt, dass die kleinsten Trockenbauprofile exakt so breit sind, dass sie die Kapseln perfekt halten.


Aus einer alten Weinkiste soll ein Wandregal mit Schienen für die Cafissimo-Kapseln werden. Wie das funktioniert hat, wirst du in vielen Schritten und Bildern ganz genau erfahren.
 
Du brauchst:


- Weinkiste
- Trockenbauprofil (4 Zuschnitte à 47 cm)
- Bohrer und 12 kleine Schrauben
- 2 Dübel, sowie Schrauben zur Wandbefestigung
- Pinsel und Acryl-Farben
- Heißklebepistole und Klebe-Patronen (für Metall geeignet)
- Schleifpapier

So geht's:


1. Weinkiste zerlegen. Für das Regal benötigt man nur die 4 längsten Bretter an den breiten Seiten. Da sich unsere Kiste als äußerst robust erwies, mussten wir mit härteren Geschützen auffahren und flexten die Klammern ab.


2. Das Trockenbauprofil muss ebenfalls auf die passende Länge gebracht werden. Bei einer Länge von 47 cm pro Abschnitt passt genau eine Packung Kapseln (10 Stück) in die Schiene. Diesen Schritt haben wir bereits im Baumarkt vorgenommen, da wir das 2,50 m lange Profil nie in unserem Kofferraum verstauen hätten können.

3. Scharfe Kanten und spitze Ecken kannst du mit einer Feile brechen. Mit der Heißklebepistole kannst du zusätzlich die Kanten versiegeln. So kann sich bestimmt keiner mehr verletzen.


4. Die einzelnen Latten der Weinkiste streiche ich in meinen Wunschfarben. Ich achte bewusst darauf, dass der Untergrund und die Schrift der Kiste noch durchscheint. Ein Brett belasse ich im Ursprungszustand.


5. Wenn die Farbe getrocknet ist, nehme ich an einigen Stellen noch Farbe mit einem groben Schleifpapier ab. So erhält das ganze "shabby"-Optik.



6. Jetzt werden die Bretter so angeordnet, wie sie dir für das Regal gefallen. Mir gefallen sie versetzt am besten. Auch die Metallleisten werden nun auf die Bretter aufgelegt. Nun musst du mit einem feinen Bohrer dünne Löcher vorbohren. Dies ist genau an den Stellen nötig, an denen eine Leiste auf ein Brett trifft (12 Mal also :-) ). Nun werden Leisten und Bretter miteinander verschraubt.

7. Jetzt ist dein Regal fertig, kann aufgehängt und befüllt werden. Zur Wandbefestigung haben wir die oberste Leiste noch einmal abgeschraubt und in zwei der Bretter Löcher vorgebohrt. Nun fixieren wir das Regal mittels Schrauben (durch die vorgebohrten Löcher) und Dübel an der Wand. Montierst du nun die oberste Leiste wieder, sieht man die Wandbefestigung nicht mehr.




Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbauen und hoffe (wie immer :-), dass dir meine Idee und Anleitung gefallen hat.

Einen wunderschönen Abend an diesem Creadienstag wünscht

✿ Nadine ✿